Urlaub mit Hund an der Nordsee

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Der Urlaub mit Hund an der Nordsee unterscheidet sich recht deutlich von dem Urlaub an der Ostseeküste. Es fängt damit an, dass die Gezeiten mit Ebbe und Flut sehr viel stärker ausgeprägt sind als an der Ostseeküste. Mit einer Erdumdrehung (25 Stunden) haben wir zweimal Hochwasser und zweimal Niedrigwasser an der Nordseeküste. Durch die Niedrigwasser Phasen besteht dann die Möglichkeit das Watt zu betreten. Hier bieten sich lange Spaziergänge an. Achtet bei Euren Ausflügen ins Watt aber immer auf die Hochwasserzeiten und entfernt Euch ohne einen Wattführer nicht zu weit von der Küste. Das Hochwasser kommt schneller als man denkt und fließt in verschiedenen Bahnen Richtung Ufer. So könnt Ihr schnell von Wasser umschlossen werden.

Dass Watt, welches viele Nordsee Urlauber mit Hund für lange Wanderungen nutzen, eignet sich zum Baden leider nicht so gut. Hier müssen die Hochwasserzeiten abgepasst werden und auch dann ist das Wasser an manchen Stellen zu flach.

Hundestrände an der Nordsee

Entlang der Nordseeküste besitzt fast jedes größere Seebad einen Hundestrand. Sie unterscheiden sich aber teilweise deutlich von den Hundestränden wie wir sie an der Ostseeküste kennen. Der erste große Unterschied ist, dass es sich häufig um Grass Strände handelt. Manchmal ist der Uferbereich auch noch mit Beton und Steinen befestigt, damit das Hochwasser den Strand nicht abträgt. Auch aufgeschüttete Steinberge können den direkten Zugang zum Strand behindern.

Ein besonderer Unterschied zur Ostsee besteht in der Anleinpflicht. Neben der Leinenpflicht im Watt und auf den Deichen, besteht an fast allen Hundestränden der Nordseeküste eine Anleinpflicht. Eine Ausnahme ist da der Hundestrand Norden Norddeich. Hier besteht (Stand 2015) keine Leinenplicht am Hundestrand.

Besonders beliebt, weil auch nicht sehr weit von Hamburg oder Bremen entfernt, ist der Hundestrand Sahlenburg. Hier besteht aber entgegen anderslautender Meinungen Leinenpflicht.

An der Nordseeküste Schleswig-Holstein befindet sich der wohl beliebteste Strand in St.-Peter-Ording. Die weiten Flächen laden zu stundelangen Spaziergängen ein. Aber auch hier besteht am Hundestrand und im Watt eine Leinenpflicht.

Urlaub mit Hund auf den Nordsee Inseln

Als Alternative zu den Urlaubsorten auf dem Festland, bieten sich die nordfriesischen oder ostfriesischen Inseln an. So besteht z. B. auf der Urlaubsinseln Sylt an den Hundestränden keine Leinenpflicht. Auch kleinere Inseln wie Spiekeroog erlauben das frei herumtollen am Hundestrand.

Fazit

Wer Urlaub mit Hund an der Nordsee machen möchte, der sollte sich bewusst sein, dass der Hund hier mehr an die Leine muss als z.B. an der Ostseeküste. Dafür hat man die einmalige Möglichkeit lange Spaziergänge im Watt zu unternehmen. Wer gerne im Wasser baden möchte, der sollte vielleicht eher die Ostseeküste wählen.

Wann Hochwasser- und Niedrigwasserzeit ist, kann man am Tidenkalender. Ein gutes Hilfsmittel, wenn man ein Spaziergang im Watt unternehmen möchte.

1 KOMMENTAR

  1. An der Nordsee gibt es leider auch viele Wege, auf denen Hunde keinen Zutritt haben, z.B. um Harlesiel/Harlingersiel/Carolinensiel herum dürfen Hunde gar nicht mit auf die Deichwege, noch nicht einmal an der Leine. Für mich Grund genug, da nicht mehr hinzufahren. In Norddeich dagegen findet man sogar Schilder „Hunde erwünscht“.
    Ich habe mich aber gefragt, was ist, wenn der Hund bei mir im Fahrradkörbchen sitzt. Darf ich dann auch nicht über die Wege fahren, die für Hunde verboten sind?

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